Unser Besuch im Depot der Dampfbahn Furka-Bergstrecke in Realp

 

Nach der Rückkehr von unserem Ausflug auf das Eggishorn bei Fiesch trafen wir uns zum Abendessen in unserem Quartier Hotel des Alpes in Realp.

Meine schwere Erkrankung (Furka Virus) schlug nun mit aller Härte zu. Daher führte mich mein Weg umgehend ins Depot der Dampfbahn Furka-Bergstrecke AG (DFB). Zu meiner Freude sah ich im Lokschuppen die Hg 4/4 704 warm stehen. Doch die Enttäuschung folgte. Sie stand zum Abrüsten nach einer Woche Arbeit im Schuppen. Aber es war Zeit für ein längeres beruhigendes Gespräch mit dem Lokpersonal. Anschließend kehrte ich bei eintretender Dunkelheit über den kurzen unbeleuchteten Weg zum Hotel zurück.

Am nächsten Morgen trafen wir uns im Depot der Dampfbahn Furka-Bergstrecke. Es folgte eine eindrucksvolle Führung durch die Remisen. Die Dampflok Hgm 4/4 stand bereit, um Fronarbeiter zu ihrem Arbeitsplatz bergwärts zu bringen.

Im Lokschuppen stand Lok Hg 2/3 „Weißhorn“ aufgebockt. Zur Reparatur des Zahnradwagens mussten die Lokschlosser das komplette Fahrwerk ausbauen.

Die „Weißhorn“ war die erste Lokomotive der DFB. Sie stammt von der Brig Visp Zermatt Bahn (BVZ) und wurde nach Ende ihrer Dienstzeit an die Chemiewerke „Domat Ems“ bei Chur verkauft. Die Lok wurde dort zu Rangierarbeiten auf dem Schmalspurnetz eingesetzt. Auf den nun in diesen Tagen zur Reparatur anstehenden Zahndradwagen verzichtete man damals, da das Chemiewerk keine Zahnradstrecken hatte. Nach Beendigung der dortigen Dienstzeit bekam die Schuljugend von Chur die „Weißhorn“ geschenkt.

Auf der Suche nach einer Dampflokomotive wurden die Furkafreunde auf sie aufmerksam. Im August 1988 wurde die Lokomotive zur Weihung durch einen Priester nach Realp gebracht. Danach rüstete die Firma „Oswald Steam“ wieder mit einem neuen Zahnradwagen aus und ertüchtigte die Lok für den Einsatz auf den Zahnradgleisen ihrer neuen Heimat.

Neben der „Weißhorn“ sahen wir eine sehr gepflegte Dampfschneeschleuder. Diese wird von Martin Horath betreut. Die DFB bekam von der Rhätischen Bahn (RhB) einst eine Dampfschneeschleuder geschenkt. In Disentis stellte man leider fest, dass die Schneeschleuder nicht Zahnstangen tauglich war. Im Museum von Blonay befand sich eine ehemalige Schneeschleuder der Furka Oberalp Bahn (FO). So einigte man sich auf einen Austausch der Maschinen.

Im Lokschuppen nebenan standen die ehemaligen Vietnamloks mit den Nummern 1, 4 und 704.

Lok 9 verweilte noch in der hochmodernen Revisionsanlage zum Aufrüsten und Bekohlen. Die Lok 9 „Gletschhorn“ trug bei der DFB bis 1999 die Nr. 2. Die Originallok 2 diente als Ersatzteilspender.

Im Anschluss an die interessante Führung durch das kleine aber feine Betriebswerk führte uns der Weg zum Bahnhof Realp der DFB. Auf der nachfolgenden Seite „schwätze” ich dann über unsere Fahrt mit dem Dampfzug von Realp über den Furkapass und Gletsch nach Oberwald und zurück.

Bericht: Bernd Bahnmüller, Stammtisch Südwest

Impressionen der Teilnehmer

Fotostrecke von Bernd Bahnmüller

Fotostrecke von Peter Brühwiler

Fotostrecke von Frieder Jehring

Fotostrecke von Reinhard Schüler

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