Stand: 16.02.2026

Bildberichte aus dem Clubjahr 2025

2025 – Das erste Vierteljahrhundert nach dem Millennium ist Geschichte!

Erinnern Sie sich noch an die Ängste von damals? Nein, es waren keine Kriege oder Konflikte wie heute, die uns beunruhigten. Europa schritt auf dem Pfad des Friedens voran.

Die wahre Sorge galt dem Millennium selbst. In der Silvesternacht fürchtete die Welt den Zusammenbruch der Computer. Damals war Speicherplatz kostbar und teuer, weshalb Jahreszahlen nur zweistellig dargestellt wurden. Was würde geschehen, wenn die Systeme von 99 auf 00 umsprängen? Würde die digitale Welt ins Jahr 1900 zurückfallen oder ins Jahr 2000? Und welche Folgen hätte das? Würden die Börsen einbrechen, der Flugverkehr stillstehen, Kraftwerke abgeschaltet werden?

Doch man hatte vorgesorgt und die meisten Systeme rechtzeitig vorbereitet.

2025 sieht ganz anders aus – der Krieg in der Ukraine dauert an, die deutsche Wirtschaft steckt in der Krise, und überall drängen sich echte Herausforderungen.

Und dann ist da noch die Deutsche Bahn … Frau Evelyn Palla soll nun am Regler stehen. Wird sie das Unternehmen wiederbeleben oder als „Trümmerfrau“ in die Geschichte eingehen? Wir wünschen ihr von Herzen viel Glück.

Auch die Harzer Schmalspurbahnen sorgten für Schlagzeilen. Das berührt uns Ehrenlokführer besonders, denn viele von uns – mich eingeschlossen – haben hier unvergessliche Tage erlebt: während der Ausbildung zum Ehrenlokführer oder bei Gerd Höttchers Winterfahrten in den Harz, mal dampfend, mal mit dem eleganten Triebwagen T1.

Kommen wir zu unseren diesjährigen Erlebnissen: Die Ehrenlokführer trafen sich wieder landauf, landab. Höhepunkte waren die Jubiläumsveranstaltung des Stammtischs Südwest am Rhein in Andernach sowie die General- und Jahreshauptversammlung in Berlin. Alles nachzulesen in unserer Clubzeitung NFS.

Im Folgenden möchten wir über eine Auswahl der weiteren Ereignisse berichten.

Zurück in Husum

Ein Italiener unter den Krokussen – der Frühlingsbote Crocus neapolitanus. Warum eine Exkursion zu Krokussen ausgerechnet für Eisenbahner? Sie fragen sich sicher, wie das zusammenpasst.

Die Antwort ist ganz einfach: Im Herbst des vergangenen Jahres trafen sich die Ehrenlokführer hier zur Jahreshauptversammlung. Die Tagungsunterlagen wurden in einem Beutel verteilt, der auf jeder Seite mit einem weißen Krokus auf lila Grund verziert war. Für die Husumer und Nordfriesen ist das Krokus-Blütenfest zum Frühlingsanfang eines der wichtigsten Ereignisse im Jahreskalender. Und da das eigentliche Hobby unserer Quästorin die Blumen sind, wünschte sie sich eine Kurzreise zum Blütenfest nach Husum.

So entsteht der Zusammenhang – ganz unkompliziert und stimmig!

Nutzen auch Sie die Gelegenheit, Husum im Frühling zu erleben und das Blütenfest selbst zu besuchen. Lassen Sie sich von der Farbenpracht und der besonderen Atmosphäre verzaubern!

Unseren Bildbericht sehen Sie hier:

Mit der Ulmer Schachtel von Passau nach Budapest

Ein Exkurs abseits der Gleise. Bericht folgt.

 

 

175 Jahre Geislinger Steige

 

In Vorbereitung auf die General- und Jahreshauptversammlung 2026 verbanden wir die Vorstandssitzung mit der Teilnahme an der Jubiläumsveranstaltung „175 Jahre Geislinger Steige“. Ulrich Kumpf und Wolfgang Kapferer organisierten für ihre Vorstandskollegen die Unterkunft im RiKu Hotel in Göppingen. So konnte ich einige der geplanten Ausflugsziele fotografisch festhalten, da Ulrich und Wolfgang mich bereits in Husum mit der Erstellung eines Flyers beauftragt hatten.

Für Modellbahnfreunde ist Göppingen ein wichtiger Anlaufpunkt, denn die Stadt ist eng mit Märklin verbunden. Ein Besuch in Göppingen ist ohne einen Abstecher ins Märklineum oder den Märklinshop kaum vorstellbar. Viele Fans reisen zudem alle zwei Jahre zu den Märklintagen und der Internationalen Modellbahnausstellung (IMA).

Die Geislinger Steige, die das „Hufeisen“ zwischen Geislingen-West und Geislingen sowie die anschließende Steilstrecke bis Amstetten umfasst, feierte ihr 175-jähriges Bestehen. Sie ist Teil der württembergischen Hauptstrecke Heilbronn–Friedrichshafen beziehungsweise der DB-Hauptstrecke Stuttgart–Ulm–München. Im Juni 1850 fuhr der erste Dampfzug über die Steige, die nach nur drei Jahren Bauzeit in Betrieb genommen wurde. Zum Jubiläum verkehrten zahlreiche Sonderzüge, darunter die 58 311 der Ulmer Eisenbahnfreunde, die 97 501 der Freunde der Zahnradbahn Honau-Lichtenstein, die E94 088 der Elektrischen Zugförderung Württemberg (ehemals 1020.12 der ÖBB) sowie die E03 001 vom DB Museum Koblenz-Lützel.

Im Anschluss reisten Wolfgang und ich zum „Dampftreffen am Wasserturm“ des Modellbahn-Herstellers KM1 nach Lauingen und besuchten auf dem Rückweg die „Schättere“ im Bahnhof Neresheim im Härtsfeld.

 

Unseren Bildbericht sehen Sie hier. Sie haben die Wahl: Alle Abbildungen in Farbe oder in Schwarz/Weiss

Nächster Halt Neumünster

Anfang August reisten wir wieder in den echten Norden und besuchten das Bahnhofsfest im KulturLokschuppen

Diesjähriger Star der Schiene die Reichsbahn 03. Bericht in Vorbereitung.

Gotthard-Bahntage 2025

Was haben wir erlebt?

Von Erstfeld aus starteten wir mit dem Auto Richtung Mailand, um unsere Freunde von der Associazione Rotabili Storici Milano Smistamento zu besuchen.

Nach einer kurzen, aber eindrucksvollen Führung durch ihr Depot genossen wir eine ausgedehnte Mittagspause in der Trattoria „El Galet“. Einfach so, ganz ungezwungen – ein Wiedersehen, das von Herzlichkeit und Freude getragen war.

Der Höhepunkt unseres Ausflugs war die Teilnahme an den Gotthard-Bahntagen 2025, einer Veranstaltung von SBB Historic und dem bahnhistorischen Verein Team Erstfeld.

Zwei festliche Tage voller Faszination: Fahrzeugparaden, Erlebnisfahrten und spannende Besichtigungen ließen die Geschichte der Bahn lebendig werden.

Auf der legendären Nordrampe durften wir mit der majestätischen Dampflok C 5/6 2978 – dem „Elefanten“ – sowie dem braunen Krokodil Ce 6/8 II 14253 unterwegs sein, ein Erlebnis, das berührte.

Zum krönenden Abschluss öffnete uns Giorgio Hoenig die Türen zu seiner Fine-Scale-Modellbahn im Maßstab 1:160 – Schweizer Präzision in Miniatur, die mit liebevoller Detailverliebtheit beeindruckte.

Gemeinsam unterwegs in den Bergen: Ellen und Heiner Bruer, Wolfgang Kapfer, Hans Willemsen sowie Inge und Reinhard Schüler.

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Mit dem Pollo durch die Prignitz

Die Harzer Schmalspurbahnen rühmen sich gern als die Größte unter den Kleinen. Doch wer ist die Kleinste unter den Kleinen im Nordosten Deutschlands? Das ist der Pollo! Eine Schmalspurbahn im äußersten Zipfel Brandenburgs, die lange darauf wartete, von begeisterten Ehrenlokführern entdeckt zu werden.

Zum Programm der diesjährigen General- und Jahreshauptversammlung in Berlin gehörte eine Ausfahrt nach Mesendorf, nahe Pritzwalk in der malerischen Prignitz.

Und was für eine Überraschung erwartete uns dort: Eine Schmalspurbahn vom Feinsten, eingebettet in eine sanft hügelige Landschaft, die im goldenen Glanz des Herbstes erstrahlte. Die Sonne lachte vom Himmel, und die Natur präsentierte sich in all ihren prächtigen Farben.

Mit einem Sonderzug fuhren wir auf der 750-mm-Spur vom Betriebsmittelpunkt Mesendorf nach Lindenberg und zurück. Fotohalte durften natürlich nicht fehlen: Auf der Hinfahrt legten wir einen Stopp in Brünkendorf ein, auf der Rückfahrt in Klenzenhof. In Lindenberg verwöhnte uns das Pollo-Team mit Köstlichkeiten vom Grill. Besonders empfehlenswert ist auch das kleine Pollomuseum am Endpunkt der Strecke – eine Schatzkammer für alle Eisenbahnfreunde.

Wir danken Herrn Dreidax und seinen Kolleginnen und Kollegen herzlich für ihre Mühen und freuen uns schon jetzt auf einen weiteren Besuch beim Pollo.

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Weitere Informationen:

Clubnachrichten NFS – Jahrgang 2025